Krapanj

EDEN finalist 2009/2010

Krapanj

Eine der niedrigsten und kleinsten bewohnten Inseln im Adriatischen Meer

Gerade wie ein Brett und von der Küste schienbar nur einen Katzensprung entfernt – das ist Krapanj, eine Insel im Archipel von Šibenik. Krapanj gilt als die niedrigste Adria-Insel mit der geringsten Einwohnerdichte. Denn hier leben auf einer Fläche von 36 Quadratkilometern etwa 200 Einwohner, und der höchste Punkt auf der Insel liegt auf 1,25 Meter über dem Meeresspeigel. Zur Insel fahren Schiffe aus der Ortschaft Brodarica, die nur 350 Meter entfernt ist. Uralte Wälder, steinige Gassen und Häuser lassen die Insel als Filmkulisse erscheinen. Daher ist sie für Abenteuer so attraktiv, die auf der Suche nach dem verlorenen Paradies sind, und jene Besucher, die eher eine entspannte Atmosphäre bevorzugen. 


Obwohl sich das heute alles wie ein traumhaftes Leben anhört, konnten einst nur die zähesten und fähigsten Bewohner hier überleben. Tauchen, Fischfang und Schwammzucht bildeten damals die Lebensgrundlage. Die Schwämme von Krapanj werden weltweit sehr geschätzt, und die Inselbewohner sind nach 300 Jahren im Schwammtauchen besonders erfahren. Denn man braucht nicht nur Mut, sondern muss auch fit sein, um von März bis September täglich in die Meerestiefe abzutauchen.  


Die Geschichte von Krapanj beginnt mit dem Bau des Heilig-Kreuz-Klosters im 15. Jahrhundert, wo man heute noch die besonders wertvollen Gemälde „Letztes Abendmahl“ und „Thronende schwarze Madonna“ bewundern kann. Das Kloster und die Schwamm-Galerie sind für jeden Besucher ein Muss.